Achtung, Sommerloch: 8 Content-Ideen für den Social-Media-Alltag

Auf deinem Instagram-Profil herrsch gähnende Leere, das letzte Facebook-Posting ist eine gefühlte Ewigkeit her und auf dem Blog tut sich nichts. Das schlechte Gewissen sitzt dir im Nacken. Du recherchierst, du brainstormst, du hirnst, weitere Tage vergehen – und trotzdem: nichts. Welcome, Sommerloch! Es ist jedes Jahr dasselbe: „Was soll ich denn nur posten?! Es passiert nichts, nada, niente!“. Der Kampf um gute Inhalte und relevante Themen beginnt. Wie du ihn gewinnst? Mit ein paar einfachen Tricks und Strategie. Wir haben Methoden zusammengetragen, mit denen du das Sommerloch mit guten Inhalten füllen kannst.

1. Evergreen Content

Als Evergreen Content werden Inhalte bezeichnet, die wiederkehrend gesucht werden und zeitlosen Charakter haben. Das heißt Inhalte, die nicht veralten und dauerhaft Mehrwert für deine User bringen. Im Sommer, im Winter, immer. Das sind beispielsweise Ratgeber, how-to’s, Anleitungen, Listen, Interviews oder FAQ’s. Wichtig dabei: Fokussiere dich auf ein bestimmtes Thema, recherchiere gründlich. Inhalte, die mehrere Aspekte eines Themas oberflächlich beleuchten, sich aber nicht auf einen der Aspekte vertiefen, haben eher schlechte Chancen Evergreen Content zu werden.

2. Inhalte sommertauglich machen

Sommer, Sonne und Urlaub machen Menschen – in der Regel – glücklich. Mach dir das zu Nutzen und bring auch deinen Content in eine sommerliche Form. Lockere, unterhaltsame Themen, Humor, bunte und frische Farben, knackige Formulierungen – versuche mit jedem Posting ein Stückchen „Sommerfeeling“ zu transportieren. Wenn möglich kannst du deine Produkte oder Dienstleistungen mit der Saison verknüpfen. Führst du eine Buchhandlung, könntest du zum Beispiel einen Blog-Post zu den besten Sommerbüchern schreiben. Dein Business erlaubt solche Zugänge nicht? Dann heißt es kreativ werden, aus kleinen Dingen Großes machen. Beispiele? Kollege Franz bringt eine Schachtel voll Eis mit ins Büro. Kollegin Sabine sitzt mit Wollpullover da, während Hannes trotz ärmelfreiem Shirt die Klimaanlage anmachen will. Und Jasmine verlegt ihren Arbeitsplatz einfach gleich nach draußen. All das liefert mit etwas Kreativität Inhalte. „Leichter“ Content funktioniert während der heißen Monate besonders gut. Einfach Foto oder Video machen, lustiger Spruch dazu, hochladen, fertig!

3. Auf den Winter hinweisen

Wenn draußen die Sonne runterheizt, denken wahrscheinlich nur wenige an die bevorstehende Kälte. Eine Challenge für all jenen, die Produkte vertreiben, die sich nur schwer mit dem Sommer in Verbindung bringen lassen. Dabei eignet sich die Sommerflaute hervorragen, um Winteraktionen anzukündigen oder auf kommende Neuerungen hinzuweisen. Du bist Wintersport-Fachhändler? Dann könntest du alle Skisport-Begeisterten jetzt schon darauf aufmerksam machen, sich um die passende Ausrüstung zu kümmern. Vielleicht sogar in Kombination mit der passenden Sommer-Rabattaktion.

4. Posting-Reihen veröffentlichen

Posting-Reihen oder -Serien sind ein dankbares Mittel, um regelmäßig und mit überschaubarem Aufwand Beiträge rauszuhauen. Wie das geht? In ein paar einfachen Schritten:

  1. Thema aussuchen
  2. Zehn oder mehr Fakten oder Tipps überlegen
  3. Posting-Vorlage gestalten
  4. Passende Bilder dazu
  5. Kurzer und knackiger Text
  6. Einzelne Fakten in regelmäßigen Abständen veröffentlichen

Auf diese Weise sind mehrere Wochen mit mindestens einem Posting gefüllt. Aber Achtung! Streue die Postings gut. Stellst du drei Serienbeiträge hintereinander online, leidet dein Themenmix.

5. Fremdinhalte teilen

Natürlich ist es besser, eigene Inhalte zu erstellen, als bereits bestehende zu teilen. Gibt es allerdings einen coole Artikel anderer Seiten, neue Studien oder spannende Erkenntnisse aus deiner Branche, dann teile diese Informationen. Wenn die Inhalte relevant für dein Unternehmen sind und Mehrwert für deine Zielgruppe bieten ist das Re-Posten von Fremdinhalten durchaus sinnvoll. Nicht vergessen: Immer den Urheber anführen und nicht als eigene Kreativleistung verkaufen.

6. Alte Inhalte recyclen

Wenn an der News-Front absolut tote Hose herrscht, recycle ältere Inhalt. Beleuchte ein Thema von anderen Blickpunkten, lasse aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse einfließen oder gib ein persönliches Update. Blog-Artikel eignen sich hervorragend dazu.

7. Challenges, sommerliche Gewinnspiele und Aktionen

Starte kleine Challenges oder Gewinnspiele. Die Betonung liegt auf „klein“. Nicht zu aufwändig, nicht zu groß, so einfach wie möglich. Dann sind deine User eher bereit mitzumachen.

Ein kleines Beispiel: Dein Unternehmen vertreibt Kaltgetränke. Die Challenge? Deine Follower sollen einen der Drinks sommerlich in Szene setzen, fotografieren und mit dem passenden Hashtag posten. Die Person mit dem schönsten Foto bekommt einen Jahresvorrat des Getränks geschenkt. Anderes Beispiel: Du arbeitest in der Marketingabteilung deiner Gemeinde. Das passende Gewinnspiel? Du rufst deine Follower in einem Facebook-Posting dazu auf, die außergewöhnlichsten und schönsten Plätze im Ort zu kommentieren. Die Plätze werden anschließend in einem Blog-Post gesammelt und mit passenden Fotos hochgeladen. Außerdem wird unter allen, die kommentiert haben ein nagelneuer Kugelgrill ausgelost.

Auf diese Weise entsteht User-Generated-Content, also Inhalte die von den Usern selbst erstellt und hochgeladen werden und mit deinem Business zu tun haben. Diese kannst du dann wiederverwenden.

8. Not macht erfinderisch

Wenn das Sommerloch eh fast jeden betrifft, warum dann nicht gleich ein fixes Thema daraus machen? Du könntest deine User zum Beispiel mit durch den Sommer-Alltag nehmen. Sie belgeiten dich einen Tag lang vom Kaffee in der Früh, über Meetings, Termine und Alltagskram, bis hin zum Ausstempeln am Abend. Instagram Stories bieten sich dafür perfekt an. Oder du schreibst ein „Sommerloch-Tagebuch“, in dem du alle paar Tage ein paar kurze Zeilen zum Arbeiten während der heißen Monate schreibst. Wer das Wort „Sommer“ schon nicht mehr hören kann, für den gibt es noch eine andere Idee: Mitarbeiter vorstellen. Wer steckt hinter Buchhaltung, Vertrieb und Marketing? Was sind das für Menschen? Wie sind die so? Damit wird deinem Unternehmen ein Gesicht gegeben, das ganze Team zeigt sich persönlich und nahbar.

Ein Tipp zum Abschluss: Pick dir nicht nur eine dieser Ideen heraus. Setzte dich mit ein paar Kollegen zusammen – und macht ein kreatives Brainstorming. Dann gehören leere Accounts, krampfhaft erzwungene Postings und stundenlanges Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen der Vergangenheit an. Auch im Sommerloch! 

No comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.