Von Qualitätsansprüchen, Kundenerfahrungen und Moral: Das Praktikum im Rückblick

12. September 2016

Was machen diese Leute aus der Branche PR, Medien und Kommunikation eigentlich? Ich habe in zwei Monaten bei gschtocha, bock. einen Einblick erhalten. Was ich für die Zukunft mitnehme? Ein kleiner Rückblick.

Keine Angst vor Neuem

Als Regel Nummer Eins für Praktikantinnen und Praktikanten in der Ausbildung gilt: Nur wer Neues wagt, kann auch Neues lernen. Fehler sind ja bekanntlich menschlich und ab und zu auch notwendig für den Fortschritt. Aus Erfahrung kann ich sagen, ich werde lieber „ins kalte Wasser geschmissen“ und bekomme anschließend konstruktive Kritik, als von vornherein an der Hand durch die Aufgaben geführt zu werden. Da werden eigenständige Überlegungen sonst schnell abgestellt, man denkt in den vorgegebenen Grenzen und blickt nicht über den Tellerrand hinaus. Aber zugunsten Kreativität und Produktivität darf man sich ruhig selbst auf die Probe stellen. Weiß ich nicht weiter, kann ich natürlich nachfragen. Umso besser aber, wenn etwas doch einmal auf Anhieb gelingt.

Qualität vor Quanitität

Auch online wird der Faktencheck nicht vernachlässigt. Dass nicht alles, was auf Facebook steht, korrekt sein muss, ist klar. Wir aber agieren im Namen seriöser Kunden (z.B. Energieautonomie Vorarlberg & Naturvielfalt Vorarlberg), seriöse Quellen sind Basis unserer Postings. Gerade in der digitalen Welt stellen Glaubwürdigkeit und Authentizität wertvolle Güter dar und sind daher nicht zu unterschätzen. Einmal verloren, können sie nur sehr schwer wieder zurückgewonnen werden.

Der Kunde ist König

Ja, die Social Networks. Eigentlich sind sie ja für’s Socializing da – zum Vernetzen mit Freunden und Bekannten. Quasi zur Imagepflege. Aber auch Unternehmen, Organisationen und Institutionen nutzen die Plattformen, um sich zu präsentieren – und dabei ist auch für sie wichtig, ein entsprechendes Image zu vermitteln. Deswegen heißt es hier: Rollentausch. Zuerst wird über die Zielgruppe informiert, nicht nur über die Inhalte. Also das, WAS sie kommuniziert – und auch die Art, WIE sie kommuniziert ist entscheidend. Wir versetzen uns also in eine andere Lage, wechseln unsere Perspektive und versuchen, möglichst entsprechend zu kommunizieren.

Gate-Keeping

Wir kennen es alle: Im Zeitalter der Informationsflut werden wir mit etlichen Schlagzeilen, Bildern und Werbung regelrecht überschwemmt. Auch wir bekommen eine Pressemeldung nach der anderen herein und müssen uns überlegen: Welche Infos sind für unser Publikum wirklich relevant? Was will unsere Zielgruppe lesen? Was wird detaillierter aufbereitet? Man lernt also schnell, das Wichtige herauszufiltern – und anderes zu streichen. Genau das ist die Aufgabe der „Gate-Keeper“: Wichtige von unwichtigen Infos zu trennen.

Erste Publikationen

Mit Stolz darf ich nach meinem ersten Praktikum bereits zwei Publikationen unter eigenem Namen anführen: Ein Artikel zur Wohnstudie 2016 und den Wintercheck im Eigenheim – beide in der Haus & Grund (der Zeitschrift der Vorarlberger Eigentümervereinigung), die von mehr als 6.000 Mitgliedern gelesen wird. Und – unschwer zu erkennen – konnte ich bereits zwei Blogbeiträge auf einer offiziellen Unternehmensseite veröffentlichen: Hier geht’s zum ersten Beitrag (POST IT!).

PR kennt Moral

Public Relations. Zu Deutsch: Öffentlichkeitsarbeit. Zwei Buchstaben – viele Gesichter. Klar ist: Die Branche wird nicht überall positiv gesehen. Aber Ethik und Moral wird beim Gros der Unternehmen der Kommunikationsbranche großgeschrieben. Bei gschtocha, bock. habe ich gelernt, dass man in der PR-Branche kein konstant schlechtes Gewissen haben muss. Warum auch? Wir fördern Vorarlbergs Naturvielfalt und unterstützen die Energieautonomie – oder wir denken uns Aufklärungskampagnen für tierversuchsfreie Produkte von cosa Kosmetik aus, um nur wenige Beispiele hervorzuheben.

Eine Sache wäre da noch

Eine Fähigkeit, die im Wettbewerb unter Trainees sehr gerne hervorgehoben und während diverser Praktika laufend ausgebaut wird, wurde mir vorenthalten. Denn was meine zukünftigen Vorgesetzten wohl nicht von mir erwarten können: das perfekt geschulte Kaffeekochen. Hier lassen meine Fähigkeiten etwas zu wünschen übrig, den Kaffee habe ich tatsächlich immer nur auf dem eigenen Schreibtisch serviert. ;)

Abschließend bedanke ich mich für die angenehme und erfahrungsreiche Zeit – wird gleich in den Lebenslauf eingetragen!

1 Comment. Leave new

Das klingt nach einem lehrreichen und angenehmen Praktikum. Wie bei DEM Chef auch nicht anders zu erwarten..! Alles Gute für deine berufliche Zukunft!

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